Die Pariser Basis

Die Christlichen Vereine Junger Männer haben den Zweck, solche jungen Männer miteinander zu verbinden, welche Jesus Christus nach der Heiligen Schrift als ihren Gott und Heiland anerkennen, in ihrem Glauben und Leben seine Jünger sein und gemeinsam danach trachten wollen, das Reich ihres Meisters unter jungen Männern auszubreiten. Keine an sich noch so wichtigen Meinungsverschiedenheiten über Angelegenheiten, die diesem Zweck fremd sind, sollten die Eintracht brüderlicher Beziehungen unter den nationalen Mitgliedsverbänden des Weltbundes stören.

(Paris, 1855)

Die CVJM sind als eine Vereinigung junger Männer entstanden. Heute steht die Mitgliedschaft allen offen. Männer und Frauen, Jungen und Mädchen aus allen Völkern, Konfessionen und sozialen Schichten bilden die weltweite Gemeinschaft im CVJM. Die „Pariser Basis“ gilt heute im CVJM-Gesamtverband in Deutschland e.V. für die Arbeit mit allen jungen Menschen.

Die Leitlinien des CVJM

1. Die Arbeit des CVJM geschieht auf der Grundlage der Pariser Basis des Weltbundes der CVJM und der Zusatzerklärung des CVJM-Gesamtverbandes in Deutschland: „Die Christlichen Vereine junger Männer haben den Zweck, solche jungen Männer miteinander zu verbinden, welche Jesus Christus nach der Heiligen Schrift als ihren Gott und Heiland anerkennen, in ihrem Glauben und Leben seine Jünger sein und gemeinsam danach trachten wollen, das Reich ihres Meisters unter jungen Männern auszubreiten. Keine an sich noch so wichtige Meinungsverschiedenheit über Gegenstände, die diesem Zwecke fremd sind, sollte die Eintracht brüderlicher Beziehungen der verbundenen Vereine stören.“ (Paris 1855)

2. „Die CVJM sind als eine Vereinigung junger Männer entstanden. Heute steht die Mitgliedschaft allen offen. Männer und Frauen, Jungen und Mädchen aus allen Völkern, Konfessionen und sozialen Schichten bilden die weltweite Gemeinschaft im CVJM. Die Pariser Basis gilt heute im CVJM-Gesamtverband in Deutschland e. V. für die Arbeit mit allen jungen Menschen.“ (Kassel 1985 / 2002)

3. Die Mitarbeitenden des CVJM sind im Glauben an Jesus Christus miteinander verbunden. Sie gehören verschiedenen christlichen Kirchen an. Der CVJM ist Teil der weltweiten Gemeinde Jesu Christi. Seine missionarische Arbeit trägt zum Aufbau der Gemeinde bei. Der CVJM sucht die Zusammenarbeit mit den christlichen Kirchen.

4. Die ehrenamtliche Mitarbeit ist im CVJM von wesentlicher Bedeutung. Ehrenamtliche und Hauptamtliche arbeiten partnerschaftlich zusammen.

5. Die Teilnahme an den Programmen des CVJM steht Jungen und Mädchen, Frauen und Männern aus allen sozialen, ethnischen, kulturellen und religiösen Gruppen offen. Die Angebote tragen zu gegenseitigem Verständnis und Respekt bei.

6. Im CVJM erleben vor allem junge Erwachsene, Jugendliche und Kinder die Liebe Gottes durch persönliche Zuwendung und Begleitung und werden zum Glauben an Jesus Christus eingeladen.

7. In der Gemeinschaft des CVJM sollen alle Wertschätzung erfahren, ihre Begabungen entdecken und entfalten und ihren Fähigkeiten entsprechend Verantwortung übernehmen.

8. Die Arbeit des CVJM geschieht ganzheitlich. Sie sieht den Menschen als Einheit von Geist, Seele und Leib, in seiner Beziehung zu sich selbst, zu anderen Menschen, zur Schöpfung und zu Gott. Sie geschieht in vielfältigen Formen der Jugendarbeit, der Jugendbildungs- und Jugendsozialarbeit.

9. Der CVJM ist ein demokratisch verfasster Jugendverband. Er vertritt jugendpolitisch die Interessen junger Menschen und unterstützt sie in der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung.

10. Die CVJM sind regional, national und international vernetzt und bieten dadurch jungen Menschen die Chance, durch Begegnung und Austausch voneinander zu lernen und sich für ein gerechteres Zusammenleben in der Welt einzusetzen.

Diese gemeinsamen Leitlinien des CVJM wurden beim Hauptausschuss des CVJM-Gesamtverbandes am 12. und 13. April 2002 erarbeitet.

Satzung des CVJM Holzgerlingen e.V.

§ 1 Name, Sitz und Zugehörigkeit

  1. Junge Männer und Männer gründeten im Jahr 1896 den Männer- und Jünglingsverein Holzgerlingen. Später führte er den Namen Evangelisches Jungmännerwerk und Christlicher Verein Junger Männer (CVJM) Holzgerlingen. Seit 1979 führt der Verein den Namen Christlicher Verein Junger Menschen Holzgerlingen e.V., gekürzt: CVJM.

Der Verein ist seit 18. Mai 1960 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Böblingen eingetragen und hat seinen Sitz in Holzgerlingen.

  1. Der Verein ist dem CVJM-Landesverband Wüttemberg e.V. im Evangelischen Jugendwerk in Württemberg dadurch auch dem CVJM-Gesamtverband in Deutschland und dem Weltbund der CVJM/YMCA angeschlossen.
    Über das Evangelische Jugendwerk in Württemberg gehört er auch dem Diakonischen Werk der Evangelischen Landeskirche in Württemberg e. V. an.

§ 2 Grundsätze

  1. Der Verein bekennt sich zu dem Herrn Jesus Christus als Gottes Sohn und Heiland der Welt und sieht in Gottes Wort die alleinige Richtschnur des Lebens.
  1. Der Verein bekennt sich zu der von der Weltkonferenz der Christlichen Vereine Junger Männer am 22. August 1855 in Paris beschlossenen Zielerklärung (Pariser Basis) und dem Zusatz des CVJM-Gesamtverbandes in Deutschland vom 22. Oktober 1976:
    1. „Die Christlichen Vereine Junger Männer haben den Zweck, solche junge Männer miteinander zu vereinen, welche Jesus Christus nach der Heiligen Schrift als ihren Gott und Heiland anerkennen, in ihrem Glauben und Leben seine Jünger sein und gemeinsam danach trachten wollen, das Reich ihres Meisters unter jungen Männern auszubreiten.“
    1. „Die CVJM sind als eine Vereinigung junger Männer entstanden. Heute stellen sie eine weltweite Gemeinschaft von Menschen aller Rassen, Konfessionen und sozialen Schichten dar. Darum gilt für den Bereich des CVJM-Gesamtverbandes heute die Pariser Basis für alle jungen Menschen.“

Der Verein übernimmt deshalb den geschichtlichen Auftrag der CVJM als einer freien, unabhängigen und missionarischen Laienbewegung unter jungen Menschen.

Der Verein bezweckt dadurch die Förderung der Jugendhilfe.

  1. Der Erfüllung dieser Aufgaben dienen:
    1. Die Wegweisung zu Jesus Christus durch Gruppenarbeit mit Kindern und Jugendlichen, Bibelabende, Gebetskreise, Vortrags- und Ausspracheabende, Evangelisationen, Freizeiten und Treffen sowie durch seelsorgerlichen Dienst.
    1. Der missionarische Dienst des Posaunenchors.
    1. Die Pflege einer echten Lebensgemeinschaft in Wandern, Sport und Spiel, Musik und geselligem Beisammensein.
    1. Die Heranbildung eines Mitarbeiternachwuchses.

§ 3 Gliederung

Der Verein gliedert sich vorwiegend in Jugendkreise, Junge Erwachsene-Kreise, Mitarbeiterkreise, Familien- und Hauskreise, Gebetskreise, Chöre, Eichenkreuzsport.

Die genaue Gliederung ist aus den jeweiligen Vereinsnachrichten ersichtlich.

Neue Zweige, soweit sie der Satzung entsprechen, können durch Beschluss des Ausschusses hinzugefügt oder gebildet werden.

§ 4 Mitgliedschaft

  1. Mitglied des Vereins kann werden, wer das 14. Lebensjahr vollendet hat und die Satzung anerkennt. Mit der Mitgliedschaft ist das Stimmrecht in der Jahreshauptversammlung verbunden.
  1. Der Aufnahme hat der Vorstand zuzustimmen.
  1. Bei der Aufnahme verpflichten sich die Eintretenden durch Unterschrift zu ihren Aufgaben und Pflichten.
  1. Die Mitglieder, durch Gottes Wort und Gebet verbunden, sind die eigentlichen Träger der CVJM-Arbeit.
    1. Die Mitglieder handeln nach den in § 2 festgelegten Grundsätzen.
  1. Wer der Satzung des Vereins zuwiderhandelt oder dem Verein zur Unehre gereicht, kann mit zwei Dritteln Mehrheit der Ausschussmitglieder ausgeschlossen werden.

Gegen den Beschluss des Ausschusses steht dem Mitglied das Recht des Einspruchs zu. Dieser ist innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung beim Vorstand schriftlich einzureichen. Über den Einspruch entscheidet die nächste Jahreshauptversammlung. Bis dahin ruht die Mitgliedschaft.

  1. Der Austritt kann jederzeit nach persönlicher Anzeige beim Vorsitzenden erklärt werden.

§ 5 Leitung

  1. Der Verein wird geleitet vom Vorstand und dem Ausschuss. Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der Vorsitzende und sein Stellvertreter; wobei vereinsintern gelten soll, dass der stellvertretende Vorsitzende nur handelt, wenn der Vorsitzende verhindert ist.
  2. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter, der Schriftführer, der Kassier und der Referent für Öffentlichkeitsarbeit werden von der Jahreshauptversammlung auf zwei Jahre gewählt. Sie sollen aus der aktiven Mitarbeit in unserem Werk herausgewachsen und müssen volljährig sein.
  3. Dem Ausschuss gehören folgende, über 17 Jahre alte Mitglieder an: (wobei die Hälfte der Mitglieder unter 20 Jahre sein kann)
    1. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter.
    2. Der Schriftführer.
    3. Der Kassier.
    4. Der Referent für Öffentlichkeitsarbeit.
    5. Der Vertreter der Chöre.
    6. Der Vertreter des Familienkreises.
    7. Der Hauswart des CVJM-Platzes „Seebrücke“
    8. Der Eichenkreuzsportwart.
    9. Vertreter der Jugendgruppen und Junge Erwachsene-Kreise
      bei bis zu zwei Gruppen je Sparte: ein Mitarbeiter,
      bei über zwei Gruppen je Sparte: zwei Mitarbeiter.

Die jeweiligen Mitarbeiter werden durch die Mitarbeiterkreise für die Dauer von zwei Jahren gewählt.

  1. Der Vorstand kann weitere Personen zur Beratung zuziehen. Diese haben kein Stimmrecht.
  1. Vorstand und Ausschussmitglieder haben ihr Amt zurückzugeben, sobald sie die Grundlinien der Satzung verlassen.

§ 6 Jahreshauptversammlung

Der Ausschuss ist verpflichtet, einmal jährlich, möglichst im ersten Kalendervierteljahr, eine Jahreshauptversammlung abzuhalten.

  1. Zur Entgegennahme des Jahresberichtes, des Kassenberichtes, sowie der Berichte der Mitarbeiter.
  1. Zur Entlastung der unter § 5 Ziffer 2 Genannten und zur Bestimmung von zwei Kassenprüfern.
  1. Zur Wahl der unter § 5 Ziffer 2 Genannten.
  1. Zur Beratung und Beschlussfassung über Anträge.

Die Beschlussfähigeit der Jahreshauptversammlung hängt von der Zahl der anwesenden Mitglieder nicht ab. Beschlüsse werden mit Stimmenmehrheit gefasst. Bei Wahlen ist auf Antrag geheim abzustimmen.

Über die in der Jahreshauptversammlung geführten Verhandlungen und gefassten Beschlüsse hat der Schriftführer einen Sitzungsbericht aufzunehmen, der vom Vorstand gegenzuzeichnen ist.

Die Einladung zur Jahreshauptversammlung ist jedem Mitglied unter Angabe der Tagesordnung zuzustellen.

§ 7 Außerordentliche Hauptversammlung

Außerordentliche Hauptversammlungen können jederzeit vom Ausschuss einberufen werden. Der Ausschuss ist verpflichtet, auf Antrag von wenigstens einem Drittel der stimmberechtigten Mitglieder unter schriftlicher Angabe der zur Verhandlung stehenden Punkte innerhalb einer Frist von zwei Monaten eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen. Bei dieser Versammlung dürfen nur die in der Einberufung bezeichneten Angelegenheiten zur Sprache kommen.

§ 8 Finanzierung der Vereinsarbeit

Die Vereinsarbeit wird finanziert durch:

  1. Die von der Jahreshauptversammlung festgesetzten Mitgliedsbeiträge;
  2. Opfer und Spenden;
  3. Zuschüsse.

§ 9 Gemeinnützige Zwecke des Vereins

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordung, insbesondere im Sinne der Jugendhilfe.
  2. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
  1. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

Es darf keine Person durch Verwaltungsausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 10 Satzungsänderung

§ 2, die Absätze 1 und 2 sind als Grundlage des Vereins ihrem biblischen Inhalt nach von jeder Änderung ausgeschlossen. Die übrige Satzung kann nur geändert werden, wenn wenigstens drei Viertel der anwesenden Mitglieder in einer Hauptversammlung die Änderung bzw. eine neue Satzung beschließen. Eine Änderung des § 9 der Satzung darf nur im Sinne der geltenden Steuergesetze erfolgen.

§ 11 Auflösung des Vereins

Die Auflösung des Vereins kann nur mit Zustimmung aller Ausschussmitglieder und drei Viertel der anwesenden Mitglieder in einer Hauptversammlung erfolgen.
Bei der Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vermögen durch Ausschussbeschluss an eine als steuerbegünstigte besonders anerkannte Körperschaft, die es auf christlicher Grundlage zur Förderung der Jugendhilfe im Sinne der Zweckbestimmung dieser Satzung in Holzgerlingen zu verwenden hat.

Schlussbemerkung

Soweit in der Satzung die männliche Form gewählt ist, schließt diese auch die weiblichen Mitglieder ein.

Diese Satzung wurde in der vorliegenden Fassung von der Jahreshauptversammlung am 29. Januar 1994 beschlossen und am 19. Oktober 1994 im Vereinsregister Nr 470 beim Amtsgericht Böblingen eingetragen.

Holzgerlingen, den 24. Oktober 1994